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Sonntag, 25.11. 2012 17.00 Uhr Zurück zur Übersicht
Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren

Michael Praetorius: DEUTSCHE MESSE

Chor-und Orchesterkonzert

Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren

Kantorei der Dreifaltigkeitskirche
Vokalensemble The Blue Notes

Anita Atzinger und Heike de Young - Sopran
Maximilian Kiener und Manuel Warwitz - Tenor Thomas Hamberger - Bass

La Banda, Augsburg
Orchester für alte Musik auf Renaissance-Instrumentarium
Blockflötenensemble Amaryllis

Leitung: Traugott Mayr

Zur Besprechung in der Allgäuer Zeitung

Zur Ankündigung in der Allgäuer Zeitung

Zum Programmheft

M.Praetorius: "Missa gantz Teudsch"
(Polyhymnia panegyrica 1619)
und Choralkonzerte über Lieder Martin Luthers

Eine klingende Hommage an den wortgewaltigen Dichter und Reformator Martin Luther

Mit nicht weniger als 20 Stimmen läßt Praetorius die Engel den Lobgesang des Glorias anstimmen und die Seraphim sich das Sanctus zusingen.
Festliche Musik zu einem Gottesdienst, wie sie zur Erbauungszeit unserer Kirche erklungen sein könnte.

Ein Beitrag zum Themenjahr "Reformation und Musik" der Lutherdekade

Die Äußerungen Martin Luthers, in denen er der Musik im christlichen Gottesdienst einen hohen Stellenwert einräumt, werden häufig zitiert.

Weniger bekannt ist, dass er der Form der Messe gar nicht ablehnend gegenüberstand. Er entwarf sogar selbst eine "Deutsche Messe", die auf der Form der römischen Messe basiert und die mit wenigen Modifikationen noch heute die Grundlage für Gottesdienste in den lutherischen Kirchen ist.

Einer der Komponisten, die sich am ausführlichsten dem musikalischen Erbe der Reformation widmeten war Michael Praetorius. Als Sohn eines Pfarrers, der bei Luther studiert hatte, war er in dieser Musik gleichsam zuhause. In 13 großen Sammlungen mit weit über tausend kunstvollen Kompositionen gab er den reichen Liederschatz des Reformationsjahrhunderts an seine Mitwelt weiter. Wie kein anderer nutzte er dabei den neuen, aus Italien kommenden konzertanten Stil und wurde so zum Pionier klangvoller venezianischer Mehrchörigkeit in Deutschland. Und so erklingt auch die "Missa ganz teudsch" als 4 bis 5- chörige Konzertform, die im Klanggewand eines Monteverdi oder Gabrieli die liturgischen Gesänge vertont, die noch heute bei uns in jedem Festgottesdienst gesungen werden.

Praetorius’ großbesetzte Choralkonzerte zu Liedern Martin Luthers ergänzen diesen musikalischen Gottesdienst.